Tansania
                                          Ein Abenteuer- und Reisebericht von Marion Lohse

Reise ins Unbekannte: Besteigung des Kilimanjaro

 
Rund ein Jahr brauchten Marion Lohse und Annette Lohse, Otto Manus, Klaus Schulz, Stefan Lutz und Frank Ziegler zur Vorbereitung ihrer Reise auf den höchsten Gipfel des afrikanischen Kontinents. Der Inhalt unzähliger Faxe zwischen einheimischen tansanianischen Agenturen und Bad Schwalbach ließen schon im Vorfeld ein großes Abenteuer erahnen.   Zur Vorbereitung auf  die anstrengende  Tour erwanderten wir Taunus, Spessart, Odenwald und ersiegen die beiden Viertausender Castor und Pollux in den Schweizer Alpen bei Zermatt. Dabei  erhielten wir eine gewisse Grundkondition. Am 25 September 1998 ging es endlich los: Wir flogten mit Condor von Frankfurt nach Mombasa und weiter mit einer kleinen Cessna weiter bis Kilimanjaro Airport, nahe Arusha Tansania. Dabei hatten wir 120 Kilo Übergepäck  - als Mitbringinsel für die einheimische Bevölkerung ... Zur Akklimatisierung  an die Höhe unternahmen wir vor der eigentlichen Besteigung des Kilimanjaro eine deitägige Safari im tansanianischen Hochland zum Ngorongoro-Krater, wo wir erste faszinierende Eindrücke der Pflanzen und Tierwelt in diesem teil Afrikas sammelten. Als wir unsere letzte Nacht in der einfachen Bergsteigerunterkunft am Fuße des Kilimanjaro verbrachten, konnten wir vor Aufregung kaum schlafen – so sehr fieberten wir dem eigentlichen Höhepunkt unserer Reise entgegen. Am nächsten  Morgen ging es mit zwei Jeeps nach Marangu. Dort wurden zwölf Träger und der gesamte Proviant aufgenommen. Zum Aufstieg hatten wir die schwierigere Rongei-Route gewählt, bei der in Zelten übernachtet und das Essen am offenen Feuer gekocht wird. Den Abstieg wollten wir über die stark begangene Marangu-Route nehmen. Wir fuhren dreieinhalb Stunden über unwegsame Safari-Pisten bis zum Einstiegspunkt der Rongai-Route. Immer wieder kamen wir durch kleine Urwalddörfer, deren Einwohner in sehr bescheidenen Verhältnissen leben; ihre Verdienstquellen sind lediglich Landwirtschaftlich und Viehzucht. Tansania zählt zu den ärmsten Ländern Afrikas- doch die Menschen sind freundlich, gastlich und hilfsbereit. In jeder noch so kleinen Siedlung steht eine christliche Kirche.  Die erste Etappe unseres Aufstiegs legten wir schnell zurück – unser Guide Rommel musste uns ermahnen, damit wir ausreichend Zeit zur Akklimatisation hatten. Abends wurde uns auf einer auf dem Boden ausgebreiteten Decke ein Vier-Gänge-Menü serviert –wir waren sprachlos! Am nächsten Morgen erhaschten wir einen Blick auf den Kilimanjaro im strahlenden Sonnenschein...und immer wieder mussten wir zum langsam gehen ermahnt werden. Nach sechs Stunden erreichten wir unser Tagesziel in 3700 Metern Höhe. Nach dem Regenwald und der Trockenvegetation passierten wir am dritten Tag eine bizarre Mondlandschaft. Gegen die Kopfschmerzen von der Höhenluft half die Reiseapotheke. Am vierten Tag erreichten wir die Kibo-Hütte auf 4700 Metern Höhe – und dann kam der große Tag. Um 23 Uhr war wecken, um 24 Uhr marschierten wir um Schein von Stirnlampen los. Unsere Begleiter sangen leise das Kilimajaro-Lied, um die Einsamkeit der Nacht zu überwinden. Der Weg wurde immer steiler und wir legten immer wieder minutenlange Pausen ein um genügend Sauerstoff im unsere Lungen zu bekommen. Im ersten Sonnenlicht passierten wir die schneebedeckte Gletscherregion...alles erschien im Morgenlicht wie in Feuerglut getaucht. Um 7.45 Uhr hatten wir unser Ziel erreicht: Wir hatten den Uhuru-Peak erklommen, den höchsten Punkt Afrikas! Mit Tränen in den Augen fielen wir uns in die Arme...fast vergaßen wir bei dem grandiosen Ausblick Fotos zu machen. Viel zu bald schon begann der Abstieg. Bis zu sechs Kilo Gewicht verloren wir bei dieser Abenteuertour...und erholten uns vor unserem Rückflug bei einem Viertägigen Hotelaufenthalt.  

Keiner will dieses Erlebnis missen, alle würden wieder mitmachen, eine überwältigende Erinnerung bleibt für immer erhalten: der Gipfelblick vom Kilimanjaro aus 5895 Metern Höhe über den Krater und die vergletscherten Eiskaskaden, über die weit unten liegende afrikanische Landschaft. 

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