Kanada

                                                 Ildiko und Rainer Banse unterwegs in Kanada

                                               Kanada oder Frankreich das ist hier keine Frage !


Kann es sein dass sich die alte und die Neue Welt in einer Reise verbinden und erfahren lassen. Das funktioniert sehr gut in Kanada. Genauer gesagt in der Provinz Quebec im Osten Kanadas. Wir haben uns entschlossen in diesem Jahr französische Kultur und Lebensart in der Neuen Welt zu genießen.

Allein schon die Namen von Orten und Städten klingen wie Musik. Da gibt es ein Havre-St-Pierre ein Notre-Dame-du-Portage und ein Riviere-du-Loup  und noch viel mehr.

                        

 

Da wir möglichst viel von der Weite des Landes sehen möchten haben wir uns für eine Autorundreise entschieden. Von der Gastfreundschaft der Menschen und das sie sehr hilfsbereit sind haben wir ja schon oft, auch von anderen Reisenden, gehört. Wir übernachten daher diesmal nicht in Hotels, sondern machen die B&B Tour. 

 

Unser Linienflug von Frankfurt am Main nach Montreal verläuft sehr ruhig und dauert nur etwas mehr als sieben Stunden. Bereits kurz nach der Landung nehmen wir unseren bereits gebuchten Mietwagen am Flughafen in Montreal in Empfang. Um es gleich vorweg zu sagen: wir haben einen etwas größeren Wagen gebucht. Es lohnt sich wirklich. Ein CD-Spieler ist vorhanden und für unser Gepäck gibt es ausreichend Platz. Ach ja, als wir nach 18 Tagen unseren Wagen zurückgeben hat er genau  3760 km mehr auf dem Tacho. Autofahren macht hier einfach noch Spaß. Und das Benzin kostet weniger als einen Kanadischen Dollar pro Liter!

Nach einigen wenigen Stunden Ruhe in unserer ersten Herberge in Montreal geht es am Abend nach Chinatown, gerade um die Ecke gelegen. Montreal hat nur ein kleines chinesisches Viertel, aber die Auswahl an Restaurants ist groß.

Vor unserer Abfahrt am nächsten Morgen gibt es ein von der Hausherrin vorbereitetes Frühstück. Wir sind begeistert. Besonders gut haben uns die in Eierteig gebackenen Äpfel geschmeckt Es wird englisch und französisch gesprochen. Wir sind inzwischen für die Hausherrin Madame Ildiko und Monsieur Rainer. Das werden wir in den nächsten Tagen noch öfter hören.

                        

 

Gut ausgeruht geht es auf unsere erste Etappe. Fast 400 km in Richtung Norden und ein bisschen Osten. Wir verlassen sehr bald den Highway und nehmen die Route 138 fast immer am St. Lorenzstrom entlang nach Baie- St-Paul.

Heute übernachten wir im Haus „Le Noble Queteux“. Ein wunderschönes Zimmer, ein traumhaftes Frühstück mit Crepes und viel Obst. Eine Gastgeberin von der wir herzlich aufgenommen und leider schon am nächsten Tag verabschiedet werden.

                        

Was sollen wir sagen? Der St. Lorenzstrom hat es uns angetan. Der Fluss wird immer breiter. Wir genießen die Weite der Landschaft, die Ruhe. Es gibt kaum Verkehr auf der Straße nach Norden. Da es schon Anfang September ist fangen die ersten Bäume an sich gelb, orange und rot zu färben. Ab und an ist die Straße fast im Nebel verschwunden. Das hat einen ganz besonderen Reiz. Immer wieder gibt es die Möglichkeit Rast zu machen, die Landschaft zu genießen und zu entspannen. Oft ist es auch möglich eine zusätzliche Tour auf dem Strom mit Walbeobachtung zu machen. Wir hatten auch das Glück, Wale zu sehen.

Den nördlichsten Punkt unserer Reise haben wir in Havre-St-Pierre erreicht Das andere Ufer des Stromes ist schon lange nicht mehr zu sehen. Die Landschaft ist immer rauer geworden, die Küste immer wilder. Mit unseren wenigen Worten Französisch kommen wir sehr gut zurecht.

                        

 

Am 6. Tag unserer Reise überqueren wir mit der Fähre den St. Lorenzstrom von Sept-Iles  zur Gaspe-Halbinsel und hier nach St-Anne-des-Montes. Der Strom ist mächtig. Die Überfahrt dauert mehr als 2 Stunden und wir genießen die Fahrt auf dem Oberdeck bei strahlendem Sonnenschein.

Die Halbinsel scheint uns wie ein riesiger Naturpark. Frisch gefangener Fisch in fast jedem Restaurant. Muscheln in vielen Variationen. Auch die Liebhaber von gegrillten Steaks kommen hier keinesfalls zu kurz. Wir kaufen im Supermarkt ein. Frisches Baguette, Obst, geräucherten Fisch, Käse. Wir fahren zu einer der vielen Raststellen abseits der Straße und genießen in der Natur unser Essen. Muss von uns hier noch betont werden, dass alle unsere Unterkünfte sehr gut waren. Wir haben bisher noch nirgendwo vorher so gut geschlafen und gefrühstückt wie hier. Alle Häuser haben Flair und sind Unikate für alle Reisenden. Die Gastgeberinnen und Gastgeber sind durchweg sehr charmant und arrangieren alles was die Gäste wünschen. Einen Haken hat die Sache doch. Wir mussten fast überall auf ein Fernsehgerät verzichten. Das war zu ertragen.

Einer der vielen Höhepunkte muss noch erwähnt werden. Das waren der Tag und die Nacht auf der Insel Pot-a-L Eau-de-Vie. Eine winzige Insel im Strom. Ein Leuchtturmwärter-häuschen. Ein Zimmer und ein Bett aus dem 19. Jahrhundert. Außer uns nur noch vier weitere Gäste. Mehr Gäste passen auch nicht auf die Insel.  Ein junges italienisches Paar auf Hochzeitsreise und ein französisches Paar und wir. Mit einem kleinen Boot werden wir zu der Insel gebracht und am nächsten Tag wieder abgeholt. Es ist wie ein Traum.

                          

Wir sind in Quebec-City der Hauptstadt der Provinz Quebec. Die europäischste aller kanadischen Großstädte. Quebec-City ist Weltkulturerbe. Wir haben 2 Tage und 2 Übernachtungen in einer der schönsten Städte Kanadas. Wenn wir die Stadt jetzt beschreiben finden wir kein Ende mehr.

                         

Aber eines kommt noch. Montreal! Vor dem Rückflug haben wir hier zwei Übernachtungen und fast 3 Tage eingeplant. Es hat sich gelohnt. Der Großraum Montreal hat fast drei Millionen Einwohner. Die Stadt lebt. Alt und Neu sind in friedlicher Harmonie vereint. Die Stadt hat Kultur. Die Menschen hier lieben die Kultur.

Wir sind im selben Haus wie an unserem ersten Tag in diesem wunderschönen Land. Nicht nur Chinatown liegt um die Ecke, auch die Altstadt von Montreal ist nur 5 Minuten entfernt. Ach ja, wir sind immer noch Madame Ildiko und Monsieur Rainer. Bis bald.   Ildiko und Rainer Banse
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