Reisebericht von Marion Lohse über den 1. Famtrip nach Jamaika
            vom 13.04.-20.04.2011




Unsere Reise nach Jamaika startet mit dem gemeinsamen Bustransfer ab Bad Schwalbach zum Flughafen Frankfurt. Bob Marley Musik stimmt uns auf der Fahrt ein. Wir sind 12 reiselustige Gäste und Orville Smith, mein jamaikanischer Mann und ehemaliger Reiseleiter, der die Reise betreuen wird. Der 10-stündige Flug mit Condor verläuft reibungslos und gegen 19 Uhr kommen wir auf der heiß ersehnten Insel an. Nach den Einreiseformalitäten werden wir von Dudley, genannt Bigship, unseren jamaikanischen Busfahrer erwartet, der uns von nun ab jeden Tag begleiten wird. Rasch werden die Koffer verstaut und ab geht’s nach Negril, an die Westküste. Wir können nicht zu viel von der Küste sehen, da es schon dunkel ist, aber warm ist es auf alle Fälle und das Red Stripe Bier schmeckt erfrischend. Nach reichlich einer Stunde kommen wir in unserem 4 Sterne Hotel Charela Inn an, einem typisch karibischen, kleinen Resort, direkt am schönsten Strand.

Am nächsten morgen sind alle zeitig wegen der Zeitverschiebung wach und wir sehen uns beim gemeinsamen Frühstück, das uns serviert wird, auf der Hotelterrasse direkt am Strand mit Blick durch die Palmen auf das türkisblaue Meer. Der Vormittag steht zur freien Verfügung, manche sonnenbaden unter der Plame, manche schlendern den wunderschönen Strand von Negil entlang und nehmen eine Erfrischung an einer Strandbar. Am Nachmittag starten wir unsere erste Erkundungstour durch das Westend der Insel, sehen zum erstenmal die dschungelartige Vegetation Jamaikas auf den Weg nach Blue Hole, einer ruhigen Oase mit natürlichem Mineralwasser. Weiter geht unsere Fahrt zur Little German Bar, ein orignelles Restaurant von deutschen Auswanderen betrieben, von wo aus wir herrliche Blicke über die Landschaft bis zum Meer genießen, bevor wir weiter fahren, um den einmaligen Sonnenuntergang von Negril in dem sehr berühmten Ricks Cafe auf den Klippen von Negril zu erleben. Die jamaikanischen Klippenspringer zeigen hier ihr Können und springen kopfüber mehr als 20 m tief von den Baumwipfeln. Bei Live-Reggae-Musik und Cocktail genießen wir die schöne Atmosphäre. Den Abend schließen wir bei einheimischen Essen unter freiem Himmel an der Küste über dem Meer im romantischen LTU Pub ab.
 




Unsern 2. Ausflugstag durch den Süden der Insel starten wir am Morgen und besuchen zuerst die YS-Wasserfälle. Wieder erfreuen wir uns auf dem Weg der einmaligen Vegetation von Jamaika, die aber an den Wasserfällen alles nochmals übertrifft. Am Eingang der Wasserfälle besteigen wir einen Traktoranhänger, der uns dann zu den Wasserfällen bringt. Diese liegen wunderschön in tropischer Natur und wer möchte hat Zeit, ins Wasser zu springen oder in die Wasserfälle hineinzuschwimmen. Anschließend fahren wir nach Black River, die erste Stadt Jamaikas, die Elektrizität bekam. Einige Holzhäuser prachtvoll mit Säulen und Veranden erichtet, jetzt eher leerstehend oder einwenig zerfallen, prägen das Stadtbild. Am Fuße des Rivers unternehmen wir auf einem Boot eine Flußfahrt, entdecken Krokodile, Mangroven, Wasserlilien und herrliche Ausblicke auf das hügelige Hinterland Jamaikas. Dann machen wir auf unserer weiteren Fahrt einen Stop in einem einheimischen Restaurant und stärken uns bei „Rise and beans with chicken für die anstehende Besichtigung der Appelton Rumfabrik. Der Weg dorthin ist bergig und kurvig ! Jetzt regnet es zum ersten mal gewaltig ! Die Führer von Appelton Estate begrüßen uns, und jeder von uns bekommt einen bunten Schirm geliehen. Sie führen uns durch das Gelände und wir sehen die große Rumdestillerie. Hier erfahren wir interessantes über Zuckerrohr und Rumherstellung, die Lagerung in Holzfässern und zum Schluß dürfen wir sogar selbst soviel der verschieden Sorten probieren, wie wir möchten... danach treten wir nur noch die Heimreise nach Negril an, wohin uns unser Bigship wieder sicher fährt. 

 
        


Heute beginnt unser 2-Tagestrip an die Ostküste Jamaikas und die Blue Mountains. Dafür fahren wir schon um 6 Uhr morgens los, nehmen die Straße an der Südküste und kommen nach guten 4 Stunden und einem Frühstück unterwegs in Kingston an. Wir machen eine kleine Besichtigungstour durch Kingston, fahren dann aber weiter die engen und kurvigen Straßen hoch in die Blue Mountains. Da auf Grund von vorangegangen Unwettern die Berge nicht überquerbar sind, machen wir an einem Aussichtspunkt am Fuße einer Kaserne halt und genießen das herrliche Panorma weit über Kingston, Kaffeeplantagen und üppiger Landschaft. Auf der Weiterfahrt über Kingston nach Port Antonio machen wir Rast an einem hübschen Kaffeehaus, probieren Blue Mountain Kaffee und leckersten Kuchen bei herrlichen Ausblicken über Kaffeeplantagen. Nun treten wir unsere letze Etappe durch die Insel in den Norden nach Buff Bay an und von dort an der Küste östlich nach Port Antonio. Die Strecke ist kurvenreich, canyonartig, einsam und landschaftlich wunderschön. Gegen 9 Uhr abends sind wir bei Stromausfall endlich im Hotel Tim Bamboo, einem schlichten, aber sehr sauberen und freundlichem Hotel angekommen. Am nächsten morgen fahren wir die Küste ein kurzes Stück weiter nach Blue Lagoon. In der herrlichen Lagune ist das Wasser tatsächlich smaragdfarben. Wir lassen uns mit Booten über das Meer fahren um die einzigartige Kulisse zu sehen.
 






Hier wurden viele berühmte Filme wie James Bond jagt Dr. No, Live and let die, Cocktail u.a. gedreht. Danach fahren wir zum Zwillingshafen von Port Antonio mit einer vorgelagerten Insel, auf der Jan Felming einst lebte. Wir unternehmen einen Rundgang durch das bizarre Städtchen. Einprägsam ist ein großes Haus, das die Baustile aller möglichen Länder vereinigt. Die Fassaden-Front erinnert an den Palast der Winde im indischen Jaipur, daneben ein anderes Fassendenstück im Fachwerkstil verbunden mit griechischen Säulen. Wir laufen durch die wuselige Altstadt mit Markt, kaufen in einer Bäckerei Patties und erleben jamaikanisches Treiben. Zurück in unserem Bus fährt uns Bigship nun wieder in Richtung Westen nach Ochos Rios, um hier die berühmten Dunn’s River Falls zu besuchen. Zuvor aber rasten wir noch in einem erfrischendem Restaurant, denn hier laufen direkt die Ausläufer der Wasserfälle durch. Die Dunn’s River Falls selbst mit ihren vielen Kaskaden beeindrucken uns sehr, einige unserer Gruppe durchklettern sie soger komplett von unten bis oben, während andere die angenehme Kühle in dem wunderschönen Park genießen. Nun wird es Zeit, die Heimreise nach Negril anzutreten. Zum Sonnenuntergang sind wir gerade in Montego Bay und können im beliebten Margaritaville, einem Open Air Restaurant und Bar noch einen Cocktail genießen. Gegen 9 Uhr abends treffen wir wieder in unserem Hotel ein, pünktlich zum Abendessen mit allabendlicher Livemusik.
Der nächste morgen dient der Erhohlung und wir starten erst am nachmittag zur Sunset Cruise mit einem Katamaran, der exklusiv nur für uns fährt. Wir schippern bei Rumpunsch und Reggae Musik vor dem Strand von Negril Seven Mile, so können wir die Hotelerie aber auch die Klippen von Negril mit seinen unzähligen Kaffees und Bars erleben. Wier ankern vor dem uns schon bekannten Ricks Cafe, wer möchte, geht schwimmen oder selbst von den Klippen springen. Als die Sonne untergeht werden wir wieder dirket vor unserem Hotel Charela Inn abgesetzt und freuen uns auf unser Abendessen. Heute abend findet noch ein Live-Konzert lokaler Sänger im „Roots Bamboo“, einer Discobar direkt am Strand von Negril statt, und einige unserer Gäste kommen mit, um hier noch ein wenig die nächtiche Stimmung bei Reggae zu erleben und unter freiem Himmel zu tanzen.
Nun beginnt unser letzter Ausflugstag, und wir wollen es gemütlich ausklingen lassen. Wir fahren ins Hinterland, es wird immer einsamer, Straßen kurviger, bergiger und staubiger. Aber nach ca. 1 Stunde Fahrt von Negril aus sind wir am Roaring River in Petersfield angekommen und besuchen dort Rasta Benji’s Paradies. Hier finden wir ein kleine Rasta Gemeinschaft in ihrer privaten Umgebung. Mineralquellen, die zum schwimmen einladen, alle Arten von Obstbäumen, Kokospalmen, Mangobäume, Brotfruchtbäume erinnern an der Garten Edens. Wir können hier die ruhige und friedvolle Athmosphäre genießen, außergewöhnlich nur ist der Ganjaduft, die in der Luft liegt und uns überall hin begleitet. Weiter geht unsere Tour eng und kurvig die Berge hinauf. Wir pausieren unterwegs in einem lokalen Restaurant mit frisch gegrilltem „Jerk Chicken“, bevor es weiter geht nach Seaford Town. Schon auf dem Ortsschild sehen wir die jamaikanische sowie die deutsche Flagge verbunden mit dem Ortsnamen.









Der Ort selbst ist sehr klein, nur ca 600 Menschen leben hier, doch 1/3 davon mit heller Haufarbe. Sie heißen Schröder, Kleinhans oder Sommer. An den Häusern sehen wir verzierte Giebel. Seaford Town hat eine ungewöhnliche Geschichte, hier trafen im Jahre 1835 ca. 1000 deutsche Auswanderer ein, deren Nachkommen hier noch deutlich zu erkennen sind. Eine winzige, von der katholischen Gemeinschaft betreute Ausstellung dokumentiert eindrücklich die Geschichte von Seaford Town. Jetzt müssen wir aber die Heimreise antreten, und wir bekommen endlich die berühmte Bamboo Avenue auf dem Weg nach Mandeville zu sehen. Die herüberhängenden Bambusstangen von beiden Seiten der Fahrbahn bilden ein regelrechtes dichtes Dach über die Straße, ein sehr beliebtes Fotomotiv. Als wir in Negril ankommen, lassen wir den letzen Abend nochmals mit einem Cocktail zum Sonnenuntergang direkt am Strand von Negril im Margaritaville ausklingen und nehmen Abschied von unseren aufregenden Exkursionen, aber zum Glück noch nicht von Jamaika, denn jetzt beginnt unsere 1-wöchige Badeverlängerung in unserem Hotel Charela Inn.


 





Kontaktbild
06124 3041

E-Mail an das Reisebüro

Wir stehen Ihnen von
Mo. - Fr. 09:00 - 18:00 - Sa. 10:00 - 13:00 Uhr gerne zur Verfügung.